Meinungen

Was bedeutet das Urteil pro Freie Schulen?

 

Ja, es ist ein erfreuliches Urteil uns Signal des sächsischen Verfassungsgerichts. Mehr aber erst mal nicht. Zumindest nicht kurzfristig. Was das Urteil konkret für Freie Schulen, Schüler und Eltern und somit für das Freie Gymnasium Naunhof bedeutet, kann man daher jetzt noch nicht genau sagen.

 

Jetzt ist der Gesetzgeber in Dresden gefordert. Ob die Beanstandungen des Verfassungsgerichts rückwirkend Wirkung entfalten, ist dabei ebenso völlig offen wie die Finanzierung. Letzten Endes hängt alles am Geld.

 

Gleichbehandlung bei gleichem Etat hieße ja in Zukunft womöglich auch eine Kürzung bei allen staatlichen Schulen. Man kann ja auch allen gleich wenig geben. Es heißt ja im Urteil im Kern nur, sie sollen alle gleich behandelt werden.

Dieser vermeintliche Erfolg vor Gericht könnte also stimmungsmäßig auch nach hinten losgehen. Nur wenn die Landesregierung insgesamt mehr Geld in die Schultöpfe packt gibt es keine Verlierer. Aber machen die das? Oder lassen sie die Freien Schulen stillschweigend zu Buhmännern werden, weil wegen des Urteils plötzlich überall gekürzt werden muss?

 

Im Moment ist das schwer zu beurteilen. Nun werden sie im Dresdener Kultus- und Finanzministerium erst mal rechnen, was das denn alles kosten würde, die Freien Schulen auf das gleiche Förderungsniveau der anderen Schulen zu heben. Bis 2015 hat die Landesregierung für die gesamte Aufgabenstellung Zeit. Das Leben lehrt, dass die Erledigung einer Aufgabe erfahrungsgemäß stets genau so lange dauert, wie man ihr Zeit einräumt.

 

Hans-Dieter Ulm

 

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Brief zum Artikel der LVZ, Muldentalausgabe, vom Donnerstag 27. Juni 2013:
"Infobrief - Gymnasium erhöht Schulgeld drastisch":
Als betroffene Eltern sind wir weniger vom Inhalt des Schreibens von Frau Irene Petrovic-Wettstädt überrascht, höchstens über die etwas unglückliche Kommunikation.
Stellt sich also die Frage, was der Autor, regelmäßig aus dem linken Abseits befeuert, erreichen will? Geht es um Information? Oder gibt es gerade keine Schlagzeilen zwischen Hochwasser und journalistischem "Sommerloch"?
Alle Beteiligten sind dankbar, dass gemeinsam mit Herrn Zocher ein Weg aus der komplizierten Vertragssituation erreicht wurde und das Gymnasium damit eine gute Perspektive hat. Vor dem Hintergrund, dass trotz vielfach desolater Situationen an staatlichen Schulen, private Schulgründungen über vier Jahre vom Freistaat mit keinem einzigen Cent unterstützt werden, ist es klar, dass alle, auch die Eltern einen entsprechenden Anteil leisten müssen. An dieser Stelle wäre bei den einschlägigen Kämpfern an der linken Front ein wenig mehr Interesse am Bildungsniveau der Jugend in der Region ohne Unterrichtsausfall, in überschaubaren Klassenstärken und einem von uns so noch nicht gekannten Konzept angebracht und weniger Sensationsjournalismus.
Wenn wir von unseren Kindern reflektiert bekommen, sie lernen "an der besten Schule der Welt" lässt uns das die mögliche zusätzliche Belastung, die es zweifellos für jeden darstellt, ein wenig verschmerzen.
Von daher wollen wir alle interessierten Bürger aus der Region, vor allem mit Kindern im Grundschulalter, ermuntern: Informieren Sie sich über das Gymnasium und zwar aus erster Hand, besuchen sie es und gestalten Sie es auch in Zukunft mit.

Familie Manja und Jörg-Andre Kmoch

 

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